Interne Ausbildung bei MassageWelt

„So, jetzt zieht auch bitte mal alle aus”
Coach Dee gibt selbst ein gutes Beispiel und steht innerhalb kürzester Zeitnackt vor uns. Die beiden anderen Kursteilnehmerinnen – eine Schönheit von den Niederländischen Antillen und eine coole Bikerbraut – und ich legen schüchtern unsere Kleidung ab. Wir stehen in einem Massageraum im Keller eines jahrhundertealten Gebäudes. Die wundervolle Einrichtung und Dekoration des Raums strahlen Stil, Klasse und großen Respekt vor der Geschichte aus. Vor uns steht ein großes Bett mit einem Spiegel dahinter, der sich über die Länge der ganzen Wand erstreckt. Mein großer Feind, als ich den Raum betrat. Mein Begleiter, wenn ich den Raum demnächst verlasse.

„Lasst uns mit dem Bodywash anfangen.” Dee dreht den Wasserhahn auf und lädt eine der Damen, die mit mir am Kurs teilnehmen, unter die Dusche ein. Langsam und deutlich begleitet sie uns in die erotische Welt. Unsere anfängliche Angst hat sich in Begeisterung verändert und wie von selbst seifen wir uns wie perfekt ausgebildete Masseurinnen ein. Dee schaut zufrieden zu. „Teil eins habt ihr bestanden”.

 

Der Basis-Massagekurs

Der Basis-Massagekurs verläuft so reibungslos und entspannt, dass meine Nacktheit mir gar nicht mehr bewusst ist. Außerdem wird mir immer deutlicher, was mein Körper so alles kann. Ich bin stolz auf mich. Innerhalb weniger Stunden erlenen wir verschiedene Techniken, die zu unseren eigenen Körpern passen. Dazu strömen Flaschen warmen Öls und ein Wasserfall an Fragen.
„Kein Sex, Dee, das stimmt doch?”
„Absolut kein Sex! Just a happy end.”
„Zum Glück. Diese Grenze möchte ich nicht überschreiten…”
„Das ist hier bei uns allen so”, lacht Dee. „Komm, zeig mir noch einmal deine Pomassage.”
Mit meinem Po massiere ich sie sinnlich, von Kopf bis Fuß. Auch die anderen Damen haben die Technik rasend schnell erlernt. Auch diesen Teil haben wir innerhalb von ein paar Stunden zu eigen gemacht.

Masseuse Massagewereld
Masseuse Massagewereld

„Und jetzt… Die Wassermassage!”
Erneut absolvieren wir dieselbe Schulung, aber jetzt werden die Massagen mit wunderbar handwarmem Wasser und schäumender Seife durchgeführt. Es macht unsere Körper so glatt, dass sie bei der Body-to-Body noch einfacher gleiten. Als Dee sagt, dass sie voll und ganz zufrieden ist, bedaure ich es schon fast, dass ich mich wieder anziehen muss.

Nickname

„Hast du dir schon einen Namen ausgedacht?”, fragt Dee, während sie Kaffee einschenkt.
„Äh… ich heiße doch schon Marieke?”
„Zu deinem eigenen Schutz darfst du dir einen Spitznamen aussuchen, den du im Salon verwendest. Deine und meine Privatsphäre haben bei MassageWelt die höchste Priorität. Überleg dir doch schon mal einen tollen Namen.”

 

Ich lache mit den anderen Kursteilnehmerinnen ein bisschen über die Sache mit dem Namen. Das ist ganz schön schwierig. Aber auch sehr gut. Privatsphäre ist in diesem Beruf einfach wichtig. Auch, wenn es kein anstößiger Job ist, will man einfach nicht, dass der Nachbar weiß, was man macht. Mit einem anderen Namen kann man selbst entscheiden, wer was über einen weiß.

Nach langem Hin und Her habe ich mich für den Spitznamen Farah entschieden. Kurz und deutlich.
Übermorgen ist mein erster Arbeitstag, ich habe mich einplanen lassen.
Let the games begin.